Gedanken: Wanderung ü.d.IH / Was hier entstanden ist, ist nicht nur virtuell...

  • Ein virtuelles Haus


    Ein Haus ohne Wände aber mit vielen Gedanken ummauert. Jeder Gedanke ist ein Baustein eines ehemaligen Bewohners...


    Das Haus wurde geöffnet und die, die es öffneten, benachrichtigten einige derer, die einst in dem Haus lebten. Es waren aber zunächst nur wenige derer, die dort gelebt hatten. Es waren Leute, die den Wunsch hatten, selbiges nicht zerfallen zu lassen, obwohl es bereits seinen Zweck verloren hatte und aufgrund mangelnder Zuneigung in sich zerbrach.


    Diese Leute haben erkannt, dass dieses Haus einmal eine Bleibe war, in der sie Zuflucht fanden und in der sie einen Teil ihres Lebens verbrachten.


    Das Haus kam ins Gespräch. In dem Haus wurden erste Erfahrungen ausgetauscht, aufgeregt waren die ersten Rückkehrer und emotional sehr ergriffen. Sie sprachen über Ereignisse, die in diesem Haus geschehen waren. Über gute und über schlechte.


    Jeder auf seine Art und jeder nachdem, wie er es empfunden hat. Dieses Haus war bereits damals dafür vorgesehen, dass Leute darüber reden, was sie im Leben beschäftigt hat und was sie aus der Bahn geworfen hat. Und das tun diese Menschen auch noch heute.


    Das Haus war aber auch dafür da, seine Schönheit, seine Gutmütigkeit, seine Strenge und seine Menschlichkeit mit all ihren Stärken und Schwächen, seine Autorität und seine Liebe den Mitbewohnern gegenüber zu vermitteln, um ihnen eine Heimat zu schenken.


    Es sprach sich mehr und mehr herum, dass dieses Haus noch existiert, um alle, die es einst bewohnten erneut zu vereinen. Alle die dort lebten, aus allen Epochen und Zeiten, die heute noch davon zeugen können, was dieses Haus darstellte und bewirkte.


    Und so bekam das Haus durch die Pioniere der Erneuerung Zuspruch. Es versammelten sich Menschen, die viele Erinnerungen an das Haus vergessen hatten. Durch die offene Tür strömten immer mehr herbei und begannen durch ihre Erinnerungen den Zerfall zu stoppen.


    Jedoch fehlen noch einige Gewerke, um dieses Haus vollständig in die Erinnerung zurück zu rufen. Die Zaghaften, die die Tür zum Haus nicht finden, da es für sie noch aus Scheu nicht sichtbar ist und die Zeitzeugen, die das Haus noch nicht erreicht hat, weil sie zu weit entfernt leben, ob räumlich oder geistig.


    Sicherlich wird das Haus weiter nach ihnen rufen, jedoch erblüht es schon heute in neuem Glanz. Und sie sollten alle daran arbeiten, alle, die dieses Haus kennen, ob sie es bereits betreten haben oder nicht.


    Helft mit, diesem Haus zu altem Glanz zu verhelfen, damit wir alle unsere alte Heimat wieder zurückgewinnen, in unserer Erinnerung.


    Einen herzlichen Dank an die Initiatoren dieser Seite, und an alle, die diese Seite beleben.

    Glück kann man nicht erzwingen, Glück kann man sich nur hart erarbeiten. Glück in vollem Umfang gibt es auf dieser Welt nicht, selbst wenn man mehr gibt als nimmt

    3 Mal editiert, zuletzt von FiliusMB ()

  • Wir alle haben kribbeln im Bauch, wenn wir im Rahmen unseres Treffens über den Immenhof wandern werden. Es werden bei jedem Erinnerungen wach und Emotionen werden sicherlich auch freigesetzt.


    Bei diesem Gedanken stelle ich mir immer vor, wie das Immenhofarial und all die dortigen Gebäude reagieren würden, wenn die Ehemaligen in so großer Anzahl vor Ort sind.


    Ich träumte von einem tiefen Seufzer der Erleichterung, einem glücklichen und vor Freude lachendem Gesicht auf jeder Fassade der geschundenen und verfallenen Gebäude.


    Ich sah in meinem Traum, wie der Immenhof die Arme ausstreckt und uns alle umschließt. Wir waren und sind die Lebensenergie, die dem Immenhof genommen wurde.


    Der Immenhof wird für die Momente unserer Anwesenheit wieder der sein, der er einmal war.


    Ein emotionaler aber ein schöner Traum, wie ich finde.

    Glück kann man nicht erzwingen, Glück kann man sich nur hart erarbeiten. Glück in vollem Umfang gibt es auf dieser Welt nicht, selbst wenn man mehr gibt als nimmt

  • Ein sehr schöner Traum. Und als 1934 Geborenene, die das Kriegsende miterlebt hat und in den Chemnitzer Trümmern Bombenruinen entrümpelte, Steine wieder brauchbar kloppte, beim ersten Aufbau half, würd ich am liebsten ähnliches auf dem Immenhof tun, tu es oft in Gedanken vor dem Einschlafen, Stück für Stück, Gebäude für Gebäude, Garten hinter der Schule, Fußballtore flicken und wieder aufstellen... Das bleibt Traum... nicht aber Traum muß bleiben,. daß wir als ein gutes Stück Erbe seiner würdig sind. Und da scheint mir notwwendig, von manchem alten schwarzen Loch loszulassen, uns nicht aus irgendwelchen Schicksalen zu definieren, sondern aus dem, was wir als nun doch reichlich Leben gelebt Habende fähig geworden sind, menschliches Miteinander zu gestalten. Da träum ich von den Idealen, die mein Mann und ich vom Menschsein hatten, und unserem Glauben an Euch. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es in jedem neu gegebenen Moment, der uns allen ja immer wieder Chance ist zu neuem Anfang.. Auf bald!
    Hanna

  • Liebe Johanna
    Alles,was wir mal bessesen,und verloren haben,lebt,so wir das wollen in unserem Herzen weiter.
    Auch viele Phantasie-Figuren leben oft nur in unserem Herzen.dazu eine kl Geschichte.
    Meine Tochter war gerade in der ersten Klasse, als sie völlig traurig aus der Schule kam,es war kurz vor Weihnachten, und mir sagte
    Mama, es gibt gar keinen Weihnachtsmann,und die Geschenke kaufen ja bloß die Eltern.
    Das hat ihre beste Freundin gesagt!!
    Ich fragte meine Kleine dann, träumst du vom Weihnachtsmann?,und sie sagte ja.Darauf hab ich Ihr gesagt,dann gibt es ihn doch,
    oder würdest du sonst von ihm träumen?Er ist in deinem Herzen
    Ich habe dann für Heiligabend einen Weihnachtsmann gemietet,und sie hat dann tatsächlich noch eine weile an ihn geglaubt.


    Auch die Zahnfee war lange Zeit ein begehrter Begleiter meiner Kinder.Sie ist klein wie eine Elfe, und schwebt des Nachts ins Zimmer, und tauscht den verlorenen
    Zahn gegen ein Geldstück.
    Mein Mädchen hat immer versucht wach zu bleiben, was ihr aber nie gelang.

  • Liebe Ilona,


    ja, solche - nicht immer nur ausgedachten, unsichtbaren Helfer muss es geben, besonders für Kinder, aber nicht nur für sie!


    Meine Mutter schrieb oben vom Loslasssen des vergangenen Schicksals - alte, "schwarze Löcher"... Das ist sehr wichtig. Denn sonst werden wir ja nicht frei und aufnahmebereit für Neues. Wir drehen uns im Kreis und dann kommt raus, was wir hier schon hatten: eine Konkurrezkampf, beruhend auf Missverständniss: WElches Schicksal war das "schwerere", meins oder deins? Quatsch! Jeder von Euch hat Schweres hinter sich, das schmerzte und wennman sich - wie jetzt hier - neu kennenlernt, wünscht man Anerkennung auch seines Leides - das führte zu Problemen....


    Machen wir uns frei davon! Denn inzwischen hat sich gezeigt, dass hier einige Leute nicht nur zu Fehlern sondern auch zu viel Gutem fähig sind. Das sollte von uns wahrgenommen werden. Veränderung ist machbar, bei jedem von uns. Also: lasst uns im HEUTE leben und uns gegenseitig zeigen, was wir an Positivem schaffen! Lasst uns vorbehaltlos aufeinanderzugehen in Hützel und überhaupt. Dann wird es ein Treffen, vor dem keiner Angst haben muss, weglaufen muss... Das ist mein Traum!


    Liebe Grüße, Uli :super:

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