
Wer kennt nicht dieses Gebäude?
Als ich noch ein Immenhof-Kind war und sonntags so manchen Fußmarsch mit Kameraden von der Bispinger
Kirche zum Immenhof absolvierte, erfreute ich mich, wenn ich dieses Gebäude
sah. Denn dann wusste ich, das Immenhof-Gelände naht. Bald gibt es das verspätete
Mittagessen für die Nachzügler im Jugendhof (meist leckerer).
Jahrzehnte später, linste ich aus dem Auto nach dem Gebäude, dann dachte ich, „nächste Straße links einbiegen, bald bist du bei Max und Beate angekommen“.
Besagtes Gebäude wird mich zukünftig nicht mehr begrüßen.
Im März 2019 -auf dem Weg zu Max und Beate- ging mein Blick wieder nach links, was ich sah, betrübte mich. Allerdings… kamen mir die Gedanken, es ist der „Zahn der Zeit“!
Vor meiner Abreise aus Hützel, zückte ich in Ehrfurcht: „altes Gebäude, wenn du über all die Freuden und Schicksale erzählen könntest“ meinen Fotoapparat.
Das Schild „Baustelle betreten verboten“ hinderte mich
nicht. Zunehmend wurde ich mutiger und stapfte durch das geschichtsträchtige
Haus. Ehrlich gesagt, mir war schon mulmig, in dem vom Abriss gezeichneten
Gebäude so allein „herumzuschnüffeln“. Et ist noch immer jot jejange!
Bevor ich erzähle/zeige möchte ich nicht einfach mit „ah…und oh… sowie schade“ Fotos zeigen,
sondern euch auffordern , in diesem Blog
zu schreiben/zu kommentieren, was euch mit diesem Gebäude verbindet.
Als 2008 das Einladungsschreiben mit Hinweis, dass tags zuvor Begrüßungstreffen in diesem Gebäude zum ersten Immenhoftreffen (siehe Erinnerungsfoto) bei mir ankam, war ich aufgeregt. Flugs griff ich zum Telefonhörer und buchte ein Zimmer (siehe Bild 08 u. 09) für eine Woche. Wieder mal in meine alte Heimat zu kommen, wollte ich auskosten.
Wisst ihr jetzt von welchem Gebäude ich schreibe?
Hier ist es:
Viele der Ehemaligen hatten ebenfalls ein Zimmer dort
gebucht. Naja, als ich zuvor zwei
Tage, nach meiner ca. 500 km langen
Reise dort eintraf, studierte ich die Speisekarte und wollte direkt Knipp
bestellen. Aber weit gefehlt, man sagte mir nett, dass ich Getränke bestellen könne
-aber Essen-??? Man sei in den Vorbereitungen zu einer Veranstaltung.
Enttäuscht fuhr ich nach Bispingen, um dort zu speisen. Wohlgemerkt, das jeweilige Frühstück war exzellent.
Schon in 2008 war der der „Untergang“ dieses Gebäude abzuzeichnen. Für unser Treffen wurde quasi „mobil“ gemacht.
Nichts trübte meine Vorfreude.
Beim Begrüßungstreffen füllte sich der Parkplatz bei Ehlbeck’s. Das Hallo und die Freude war riesengroß, der Speisesaal füllte sich schnell, es war ein munteres Plaudern. Tja.. so nebenbei bemerkt, mein Knipp bekam ich auch, war lecker!
Nun zeige ich euch mit etwas Wehmut, wie es im März 2019 aussah.
Wie allgemein bekannt, finden sich oftmals keine Nachfolger, die das Erbe ihrer Eltern antreten möchten, insbesondere, wenn es mit viel Aufwand und Herzblut betrieben werden muss. Drum sage ich „adieu“ Ehlbeck’s Gasstätte - deine Mauern haben viel gehört.
Unser Max ( Panther ) wird sicher berichten, was auf dem ehemaligen Gelände entsteht.
Hier nun meine Bilderzählungen :
In diesem Sinne Tommy
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