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letzter Beitrag von Ulrike Roth - Bernstein am

Herr Roth - Bernstein und seine Laienspiele (früher Jugendhof)

  • Wer erinnert sich an die Laienspiele, die Herr Roth-Bernstein mit uns einübte, bis sie reif waren, um auf der Bühne im Jugendhof vor großem Publikum aufgeführt zu werden?


    Während seiner Dienstzeit auf dem Immenhof müssten meines Erachtens zahlreiche Stücke gespielt worden sein.
    Herr Roth-Bernstein war ja in seinem Tatendrang kaum zu stoppen.


    Hier können sowohl die Zuschauer als auch die Laienspieler berichten.

  • Dieses Stück von Lothar Kraus spielten wird 1972 auf der Bühne des Jugendhofes.


    Inhaltsangabe:


    Der Rote Emil, ein Ganove reinsten Geblütes, ist auf der Jagd nach einem wertvollen Gemälde. Zunächst fällt ihm jedoch nur eine wertlose Kopie in die Hände, die sich der Eigentümer Trutz von Trutzenstein, ein etwas vertrottelter Baron, vorsorglich angeschafft hat.


    Und nun tritt Theodor in Aktion, der Bruder des Barons und zugleich dessen absolutes Gegenbild: ein Seebär, derb und deftig, humorvoll beherrscht er von nun an souverän die Szene. Die Ereignisse überstürzen sich in höchster Turbulenz, wie es sich für einen Kriminalreißer gehört:


    Der Rote Emil taucht neuerlich auf, das Original zu ergattern, wird aber von Theodor verjagt; Deketiv Snüffel wird als vermeintlicher Dieb niedergestreckt und in den Teppich eingerollt; schließlich aber gelingt es doch noch, den Roten Emil mit vereinten Kräften dingfest zu machen. Diener Johann soll das kostbare Stück wieder am angestammten Platz aufhängen und schlägt es dabei völlig zu Bruch, doch der Seebär bleibt unerschüttert und konstatiert: "Das kommt vor, spricht Theodor!"


    Die Rollen (und so weit ich noch weiß, die Laienspieler von damals)


    BARON TRUTZ VON TRUTZENSTEIN (Jürgen Wieckmann)
    älterer Herr, leicht zittrig, geht am Stock, hört schlecht und benutzt deshalb ein Hörrohr
    (Als Hörrohr benutzten wir die Feuertröte vom alten Sachsenhaus)
    JOHANN, sein Diener, gehorsam, hilfsbereit (Rudolf Egner)
    BERTA, Köchin, humorvoll, freundlich (???)
    SNÜFFEL, Detektiv (???)
    KULLFRAUG, Kriminalrat, kurz, bestimmt (???)
    DER ROTE EMIL, gerissener Dieb, gefährlich (???)
    DER GÄRTNER, ängstlich, verschlafen (???)
    PITTER UND JAN, Hausknechte beim Baron (???)
    THEODOR, die Hauptperson, alter Seebär, Bruder des Herrn Baron, mit rauhen Sitten, polternd, aber mit gutem Herzen (Manni Reimer)


    Von dieser Aufführung gibt es noch eine Tonaufnahme. Die liegt irgendwo bei mir verbuddelt unter 100.000 alten Cassetten. Seit 35 Jahren nicht angehört. Aber vielleicht finde ich die noch und vielleicht ist da noch was drauf. Mal sehen.


    Auf alle Fälle hätte es ja Charme, wenn sich hier noch Ehemaligen einfinden würden, die sich daran erinnern können, ob und welche Rollen sie in diesem Stück mitgespielt haben. Sind einfach noch zuviele Fragezeichen.


    Lieben Gruß
    von Jürgen

  • Sicher erinnert ihr Euch noch an die alte Beleuchtungsanlage auf dieser Bühne. Gesteuert wurde das von einer Art umgebauten Nachtschrank - mit Klappdeckel, auf dem Gummi diverse Schalter und Dimmer draufgeschraubt hat. Das Ding war mit Sicherheit nicht VDI geprüft - funktionierte aber zuverlässig. Wenn man den Deckel hochklappte, konnte man das ganze Kabelgewirr sehen - dunkel erinnere ich mich an so diverse blanke Drähte.


    jwi

  • Hallo !
    ja JürgenW - an dein beschriebenes stück erinner ich mich noch. :thumbup: den adligen hast echt perfekt gegeben :-)
    weitere stücke an die ich mich erinnere : Sechse ziehen durch die Welt & Onkel Lucky aus Kentucky
    bei Onkel Lucky.......... spielte ich eine der hauptrollen.hab irgendwo noch fotos davon.musste ich mich doch in der rolle im schrank verstecken.als taucher im taucheranzug(einen echten!) und mit einem dafür zurechtgemachten marmeladeneimer,der oben durchbohrt war und ein stück schlauch wurde durchgesteckt...lach
    manni reimer spielte -verkleidet als alte lady,die in ohnmacht fiel als der "Taucher" aus dem schrank kam..was manfred auch gekonnt spielte - auch da mit. :D
    klar wurden die im jugendhof auf der bühne dann aufgeführt.
    das laienspiel mir viel spass machte und ich bun gummi dankbar dafür
    LG Dietmar

  • Es könnte 1971 gewesen sein. Wir spielten ein recht düsteres Stück, bei dem es auch "irgendwie" um Kriegsgefangene ging. Ich habe das Stück damals nicht verstanden und weiß auch heute nix mehr davon. Allerdings erinnere ich mich, in dieser Aufführung eine Statistenrolle zugeteilt bekommen zu haben - und zwar in der Gruppe die die Gefangenen zu spielen hatten. (drei oder vier Kid's) Ich selbst hatte keinen Text. War nur ziemlich bescheuert, weil man da auf dem harten Bühnenboden liegen musste und das ne ganze Zeit lang.


    So manche Stücke von Gummi haben wohl auch etwas mit seiner eigenen Biographie zu tun gehabt. Zumindest erinnere ich mich daran, das er mir erzählte in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen zu sein. Wie wir ja heute heute wissen, hat es in dieser Gefangenschaft sehr wenig Überlebende gegeben.


    Lieben Gruß
    von Jürgen

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